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Senioren - Sicher auf zwei Rädern PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hermann Sahm   
Dienstag, den 06. Dezember 2011 um 23:32 Uhr

Das Fahrrad bietet älteren Menschen die Möglichkeit, alltägliche Wege schnell und mit geringem Kraftaufwand zurückzulegen. Allerdings sind insbesondere Senioren durch ihre nachlassende Konstitution und Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr besonders gefährdet. Die Verkehrswacht Hockenheim rät Senioren daher, einige Verhaltensregeln zu beachten, damit sie sich im Straßenverkehr sicher auf zwei Rädern fortbewegen zu können.

„Die halbe Miete ist bereits, wenn Sie als Radfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden“, so Hermann Sahm 1. Vorsitzender der Verkehrswacht Hockenheim e.V. „Tragen Sie helle und reflektierende Kleidung und kontrollieren Sie, ob Beleuchtung und Reflektoren am Fahrrad funktionieren.“

Der Fahrradhändler vor Ort kann das Fahrrad auf seine Verkehrssicherheit überprüfen. Wer etwas Schrauber-Geschick mitbringt, kann kleine Reparaturen auch selbst durchführen. Zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehören laut Straßenverkehrsord- nung (StVO) zwei voneinander unabhängige Bremsen, Beleuchtung vorne und hinten (Dynamo- oder Batteriebetrieben), ein roter Rückstrahler, sowie je zwei Reflektoren an den Rädern und an den Pedalen.

Bereits bei geringen Geschwindigkeiten kann es bei einem Sturz zu schweren Kopfverletzungen kommen. Die Verkehrswacht Hockenheim empfiehlt daher allen Fahrradfahrern einen Helm zu tragen. „Eine vorausschauende Fahrweise hilft Unfälle zu vermeiden“, so Hermann Sahm. „Vor allem im Kreuzungsverkehr sind Radfahrer besonders gefährdet. Selbst wenn Sie vorfahrtberechtigt sind, halten Sie lieber einmal mehr an, als auf Ihrem Recht zu bestehen.“

Ältere Menschen sind als Radfahrer nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Straßenverkehr besonders gefährdet. Über die Hälfte der getöteten Radfahrer im Jahr 2009, nämlich 231 Personen, waren 65 Jahre und älter. 3.501 Personen aus dieser Altersgruppe wurden schwer verletzt.