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Geschrieben von: Verkehrswacht Hockenheim   
Sonntag, den 01. März 2009 um 23:28 Uhr
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Sicherheitstraining
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Ein Albtraum jeden Kraftfahrers:
Seit Jahren nachmittags derselbe Heimweg. Die Gedanken hängen noch am Arbeitsplatz, die laute Musik im Auto läutet bereits die Freizeit ein. Plötzlich fährt ein Junge mit seinem Rad vom Gehweg auf die Fahrbahn. Der Fahrer reißt das Steuer nach links herum und bremst. Die Reaktion seines neuen Wagens ist anders als vermutet. Das Auto schlittert auf das Kind zu….

  • Wie kann es zu solchen Situationen kommen?
  • Wie bremsen Autos auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen - mit und ohne ABS?
  • Was kann man tun, um solche gefährlichen Situationen zu vermeiden?

Viele Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer wissen nicht, wie sie den kürzesten Bremsweg erreichen können, welche Möglichkeiten sie haben, wenn ihr Fahrzeug plötzlich ins Schleudern gerät oder was sie tun müssen, um einem Hindernis auszuweichen. Was mache ich denn, wenn mein Wagen auf nasser Fahrbahn plötzlich ins Schleudern kommt? Zu schnell in die Kurve gefahren, wie reagiert mein Auto dann?

Weil sich die langjährige stillschweigende Voraussetzung, ein Führerscheinneuling werde sich durch Erfahrung automatisch zu einem guten Autofahrer mausern, als Irrtum erwies, wurde das "Sicherheitstraining für Pkw-Fahrer" vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat, der Deutschen Verkehrswacht, dem ADAC, der Fahrlehrerschaft und der Bundesanstalt für Straßenwesen auf der Grundlage der Unfallforschung entwickelt und ständig verbessert. Denn der "Mensch am Steuer" - daran hat sich nichts geändert - ist noch immer die häufigste Unfallursache. Nicht nur, dass er im Ernstfall falsch reagiert: Er hätte bereits im Vorfeld der Gefahr den Unfall verhindern können.

Dafür gibt es zwei Erklärungen:

  • Entweder hatte der Fahrer eine solche Verkehrslage noch nie erlebt, so dass er alle Signale übersieht
  • oder er war nicht aufnahmebereit genug für den Hinweis auf eine unheilvolle Entwicklung.

Dabei spielt häufig die unrealistische Einschätzung des Gefährdungsgrades eine Rolle. Schließlich ziehen auch reine Fahrfehler viele Unfälle nach sich, weil es an Erfahrung fehlt oder weil sich falsche Verhaltensweisen eingeschliffen haben.

Was ist ein Sicherheitstraining? Wofür ist es gut? Das Sicherheitstraining ist weder eine zweite Fahrschule noch ein Trainingsprogramm "Schneller fahren". Es zeigt vielmehr,

  • wie der "7. Sinn" im Straßenverkehr gestärkt werden kann,
  • wie man die Grenzen von Fahrer und Fahrzeug in der Praxis erkennt und respektiert,
  • wie man falsche Fahrgewohnheiten durch richtige ersetzt,
  • wie man Handlungsabläufe trainiert, die den Fahrer aus einer gefährlichen Situation retten können.

Ein Sicherheitstraining soll den "Reifeprozess" beschleunigen und Fahrpraxis-Lücken schließen, um

  • durch Vorgabe von Verkehrssituationen in Theorie und Praxis dem Teilnehmer typische Gefahrenmomente vor Augen zu führen,
  • den Fahrer anzuleiten und zu motivieren, den Gefahrenmomenten durch angepasstes Verhalten von vornherein zu begegnen,
  • ihm Fahrtechniken zu zeigen, die zur Bewältigung dieser Gefahren geeignet sind.
Wer das Sicherheitstraining besucht hat, sollte also
  • Gefahren frühzeitiger erkennen,
  • in der Lage sein, Gefahren zu vermeiden,
  • Grundfahrtechniken zu beherrschen um Gefahren zu bewältigen.

Vermittelt wird der Stoff mit der modernen Moderationsmethode, so dass der Kursteilnehmer die Lösung seiner persönlichen Probleme beim Autofahren erwarten kann.

Instruktionen bei den praktischen Übungen

Sorgfältig aus- und weitergebildete Instruktoren erarbeiten alles Wichtige in der Diskussion mit den Teilnehmern. Deren Erwartungen, Wünsche und Erfahrungen bestimmen die Gesprächsrunde. Einzelelemente der Gefahrenlehre, Fahrphysik und Fahrpraxis werden miteinander verknüpft und sichern den direkten Bezug zur Verkehrswirklichkeit und zum täglichen Fahrerlebnis.



Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 06. April 2019 um 22:03 Uhr