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Schau mal, hör mal, mach mal mit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Klaus Zizmann   
Montag, den 20. Juni 2016 um 22:20 Uhr

Dieses Motto nahmen sich die ca. 200 Vorschulkinder aus der Verwaltungsgemeinschaft Horan sehr zu Herzen und verwandelten das Hockenheimer Pumpwerk teilweise in ein Tollhaus. Es wurde getanzt, gehüpft, gesprungen und lauthals mitgesungen, als Beate Lambert und Georg „Ferri“ Feils in ihrem Kinder- Mitmachtheater die Vorschulkinder in die schwierigen Regelungen des heutigen Straßenverkehrs einführten. 

Vorausgegangen war ein Seminar für die Erzieherinnen der Kindergärten, bei dem sie auf die Möglichkeiten der Verkehrserziehung in den Vorschulen hingewiesen wurden. Dabei wurden ihnen die notwendigen Unterlagen ausgehändigt und es konnten auch die CD’s mit den tollen Ohrwürmern erworben werden. Die ganze Aktion wurde hierbei auch von der „Aktion Kinder-Unfallhilfe“ unterstützt.

Die Verkehrswacht Hockenheim hatte zwei Busse gechartert, die die Kinder an den jeweiligen Kindergärten abholten und nach der Veranstaltung auch wieder zurück brachten. 

Dies allein fanden die Kinder schon toll: „ein ganzer Reisebus für uns allein“ war der Kommentar eines Buben. 2 Veranstaltungen waren nötig, aber es hat sich rentiert, meinte Klaus Transier von der Verkehrswacht. Total begeisterte Vorschulkinder waren sich einig. Das war ein toller Vormittag, an dem sie toben konnten, teilweise auch ganz still waren, dann wieder tanzten, Luftgitarre oder Schatten-Kontrabass und andere Luftinstrumente spielten um dann wieder lauthals mitzusingen oder zuhörten. 

Die beiden Protagonisten auf der Bühne verstanden es aber auch meisterhaft mit den Kindern umzugehen. Man merkte, dass sie mit Herz und Verstand bei der Sache waren. 

Eigens für Kinder von ihnen komponiert und geschriebene Lieder brachten den Kleinen die Regeln kindgerecht nah. „Die Fahrbahn ist zum Fahren da, der Gehweg ist zum Geh’n – 

Die Grenze ist der Bordstein, und davor bleib ich steh’n“, so klang beispielsweise ein Lied, das so bestimmt ins Ohr ging. Die Ampelregelung wurde mit seinen Farben erklärt: „Rot heißt Steh’n – grün heißt Geh’n“ war ein ebenso eingängiges Lied. Ferri wollte nicht glauben, dass die Kinder links und rechts schon unterscheiden können. Die Kleinen bewiesen es ihm aber lautstark und deutlich und daraus entwickelte sich ein Tanz, der den ganzen Saal in Bewegung brachte. 

Wie wichtig das Anschnallen im Auto ist, verdeutlichte Beate Lambert anhand eines Handschuhs auf dem eine ganze Mäusefamilie mit Mama, Baby und drei Kindern aufgebracht war. Das Lied machte klar und deutlich, das Auto fährt nicht ab, bevor es bei allen Insassen „Klick“ gemacht hatte.  Die Kinder litten auch mit der Kröte „Carla“ die zum laichen über eine belebte Straße hüpfen musste und dabei beinahe von einem Traktor überfahren wurde, weil sie zwischendrin rasten wollte. 

Umweltfreundlich wurden sie aber dann verabschiedet, denn „Ferri“ präsentierte das Auto Sausesamt. Dieses Gefährt besitzt keinen Auspuff, sondern einen Einpuff, der die schlechte Luft einsaugt und hinten Himbeerduft ausstößt und total ungefährlich ist, weil man bei einem Zusammenstoß höchstens einen Schokoladefleck abkriegt, oder Watte in den Haaren hat. 

Die Kinder waren begeistert, die Erzieherinnen werden das Gelernte in den Kindergärten vertiefen und die Begleiter der Verkehrswacht waren zufrieden, denn alles war problemlos abgelaufen

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. Juni 2016 um 22:27 Uhr