Verkehrswacht Hockenheim ehrt bewährte Kraftfahrer Drucken
Geschrieben von: Klaus Zizmann   
Mittwoch, den 22. Oktober 2014 um 23:49 Uhr

Einen guten Grund zur Freude hatte dieser Tage die Verkehrswacht Hockenheim, durfte sie doch gleich 4 Personen als bewährte Kraftfahrer auszeichnen. Vier Personen, vier verschiedene Schicksale, und doch haben alle etwas gemeinsam - sie haben sich während ihrer 40- bzw. 50 jähriger Teilnahme am Straßenverkehr nichts zuschulden kommen lassen, was einen Eintrag im Flensburger Verkehrszentralregister notwendig gemacht hätte.

In einer kleinen Feier durfte der Seniorenbeauftragte der Verkehrswacht Hockenheim, Klaus Zizmann, die Ehrung vornehmen und den „bewährten Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer die Ehrenurkunde der Verkehrswacht aushändigen. Um dies auch öffentlich kenntlich zu machen, erhielten sie auch eine entsprechende Ehrennadel und einen Aufkleber zur Kennzeichnung des Kraftfahrzeuges. Nicht nur als „Dankeschön“ für das rücksichtsvolle Verhalten im Straßenverkehr, sondern auch als Verpflichtung für die Zukunft, wie der Seniorenberater ausführte.

Hildegard Jahn-Petermann hat ihren Führerschein schon im Jahre 1968 gemacht und ist jetzt über 40 Jahre mit dem Kfz unterwegs. Die heutige Stadträtin meinte, in 37 Jahren allein auf der B 36 unterwegs, zu sein und dies zu Uhrzeiten bei Tag und Nacht, da hat man fast alles erlebt, was man so im Straßenverkehr mitmachen kann. Rowdytum, aber auch Hilfsbereitschaft hat sie auf der Straße erlebt.

Ihr Ehemann, Bruno Jahn war da schon etwas früher dran. Er hat seine Fahrerlaubnis bereits im Jahre 1961 erhalten. Als Marketing-Mitarbeiter hatte er viele Messen und Märkte zu betreuen und war entsprechend viel im In- und Ausland mit dem Fahrzeug unterwegs. Sein erstes Auto war damals ein Lloyd-Alexander. Seinen alten Führerschein, den „Lappen“, hat er übrigens noch. Als er den einem jungen Polizisten vorzeigte, wollte dieser ihn erst nicht anerkennen. Erst als er aufgeklärt wurde und auf das Ausstellungsdatum aufmerksam wurde, sagte er:“ Ach Gott, der ist ja älter als ich, fahren sie bloß weiter.“

Den ältesten Führerschein, nämlich aus dem Jahre 1959, kann der Kraftfahrzeugelektriker-Meister und Inhaber des Bosch-Services Otto Jourdan vorweisen. Es war übrigens ein Polizeiführerschein, denn dort war er zunächst beschäftigt. Auf vielen Straßen und mit vielen verschiedenen Kraftfahrzeugen auf allen Straßen unterwegs, konnte er einige Anekdoten mit und über Kfz-Führer beitragen.

Walter Otto Dalheimer aus Reilingen vervollständigt das Quartett. Seit 1963 ist er im Besitz des Führerscheins. Der ehemalige Werksfeuerwehrmann und begeisterte Motorsportler hat viele Fahrzeuge sein eigen genannt. Angefangen hat alles mit einem VW Baujahr 1954. Er nahm auch mit Motorrädern und Mopeds bei Gelände und Geschicklichkeitsfahrten teil und ist in seinem Verein, dem AMC Reilingen als 2. Vorstand tätig.

Der Seniorenberater beglückwünschte die Ausgezeichneten und es schloss sich eine Diskussion darüber an, ob und wann man sich dazu entschließen sollte, die so lange gut gehegte Fahrerlaubnis zurück zu geben. Man war sich darüber einig, dass dies kein konkretes Alter sein kann, denn jeder Mensch ist anders, die gesundheitlichen Verhältnisse sind nicht vergleichbar. Einig war man sich aber, dass man sich sehr genau beobachten sollte. Wenn sich Hinweise auf gesundheitliche Mängel ergeben, oder man merkt, dass man dem Straßenverkehr mit einem Kfz nicht mehr gewachsen ist, so sollte man sich doch entschließen den Platz hinter dem Steuer zu verlassen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Oktober 2014 um 23:57 Uhr