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Nach der Feier das Auto lieber stehenlassen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   
Freitag, den 31. Dezember 2010 um 13:10 Uhr

Verkehrswacht: "Prosit Neujahr" kann den Führerschein kosten / Hauptunfallursache Alkohol

"Prosit Neujahr" heißt es landauf, landab an Silvester, wenn auf das neue Jahr angestoßen wird. Mit Familie, Freunden und Bekannten ein Glas Sekt oder Champagner auf den Jahreswechsel zu trinken, ist eine beliebte Tradition. Doch auch in der Neujahrsnacht lassen sich Alkohol und Straßenverkehr nicht vereinbaren, warnt die Verkehrswacht Hockenheim die Verkehrsteilnehmer.

"Wer feuchtfröhlich ins neue Jahr startet, sollte anschließend sein Auto lieber stehenlassen. Sonst könnte es gleich zu Beginn des neuen Jahres eine böse Überraschung geben", rät die Verkehrswacht. Bereits kleine Mengen Alkohol können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Alkohol ist nach wie vor einer der Hauptverursacher von schweren Unfällen auf deutschen Straßen. 2009 starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 440 Menschen durch Fahrten unter Alkoholeinfluss. Insgesamt wurden 21 735 Menschen durch die Unfallursache Alkohol verletzt. Dabei heben sich Alkoholunfälle in ihrer Schwere deutlich von anderen Unfällen ab. Irreversible Schäden wie Querschnittlähmung und lebenslanges Koma sind die schlimmsten Folgen.

Schon bei 0,3 Promille lassen Konzentration, Seh- und Reaktionsvermögen nach. Es drohen Geldstrafen, Führerscheinentzug, Punkte in Flensburg und, wenn der Fahrer einen Fahrfehler begeht oder fahruntüchtig ist, eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Die gesetzliche Promillegrenze liegt bei 0,5. Wer diese überschreitet und erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe, einem Fahrverbot und Punkten in Flensburg rechnen.

Auch nach kurzem Schlaf unterschätzen viele Menschen das Problem des Restalkohols. Durchschnittlich kann der Körper 0,1 Promille in der Stunde abbauen. Ein schnellerer Abbau durch erhöhte Koffeinzufuhr, Vitamine oder "Hausrezepte" ist ein Irrglaube. Wer um Mitternacht 1,5 Promille im Blut hat, hat am nächsten Morgen um 10 Uhr immer noch 0,5 Promille Restalkohol und ist somit fahruntüchtig.

Die Verkehrswacht rät alkoholisierten Verkehrsteilnehmern, sich eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren oder auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi umzusteigen. (rb/zi)

Hockenheimer Tageszeitung
31. Dezember 2010