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Kinder und Jugendliche besonders im Auge PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   
Montag, den 07. Dezember 2009 um 09:20 Uhr

Verkehrswacht: Bei Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen / Aktionen für mehr Verkehrssicherheit

Sichtlich gefreut hat sich der 1. Vorsitzende der Verkehrswacht Hockenheim, Rudolf Berger, als er die Hauptversammlung eröffnete, waren doch zahlreiche Mitglieder erschienen und bekundeten damit ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.

Sein Rückblick umfasste die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr. So wurde der ökumenische Seniorennachmittag, bei dem es hauptsächlich um das Verhalten älterer Fahrradfahrer ging und der zusammen mit dem Verkehrserziehungsdienst der Polizei vom Seniorenberater der Verkehrswacht, Klaus Zizmann, durchgeführt wurde, ebenso erwähnt wie die Informationsabende zum Führerschein ab 17.

Junge Fahrer angesprochen

Als Vorreiter in Sachen Verkehrssicherheit wurde Fahrlehrer Herbert Frank vorgestellt, dem selbst seine Fahrlehrerkollegen im Verband ein exzellentes Wissen attestierten und ihm und seinen Aktivitäten eine ganze Seite ihres Fachblattes widmeten. Mitgeteilt wurde auch, dass die Verkehrswacht Hockenheim einen beachtlichen Betrag für das neue Fahrzeug der Jugendverkehrsschule zur Verfügung gestellt hat. Manfred Krampfert, der Leiter des Polizeireviers und Mitarbeiter im Arbeitskreis Jugend: "Besser als mit der Unterstützung der Jugendverkehrsschule können wir das Geld nicht anlegen."

Gut angenommen wurde auch die Veranstaltung mit dem DRK Hockenheim, bei der lebensrettende Sofortmaßnahmen eingeübt oder wieder ins Gedächtnis zurückgerufen wurden. Auch diese Aktion wurde von der Verkehrswacht bezahlt und soll wegen des Erfolgs im nächsten Jahr wiederholt werden.

Junge Fahrer wurden im Rahmen der Sicherheitswoche mit Polizei und Verwaltungsgemeinschaft besonders angesprochen. Die Ausstellung "Gib acht im Verkehr" wurde mit organisiert und ein Verkehrsquiz veranstaltet. Gutscheine für eine Ausstattung bei einem örtlichen Fahrradhändler sind den glücklichen Gewinnern ausgehändigt worden.

Kinder und Jugendliche liegen der Verkehrswacht sehr am Herzen. Spielerisches Lernen macht Spaß und prägt sich besser ein als stures Pauken. Allerdings haben die Schulen nicht immer das notwendige Geld zur Anschaffung der wünschenswerten Materialien. Da kam die Hilfe der Verkehrswacht Hockenheim gerade recht. Sie stellte Materialien zur Verfügung, mit denen die Kinder spielerisch Körperbeherrschung trainieren und Verkehrsschilder und Verkehrsregeln kennenlernen. Dies ist ein laufender Vorgang und die Mitglieder waren sich einig, auch in Zukunft die Schulen zu unterstützen.

Standbein Sicherheitstraining

Das Verkehrssicherheitstraining der Verkehrswacht ist ein wichtiges Standbein des Vereins. Rund 30 Veranstaltungen mit etwa 1000 Teilnehmern zeugen von einem immensen Aufwand, den Hermann Sahm und seine Helfer und Instruktoren im Laufe des Jahres aufbringen müssen. Teilnehmer aus der näheren und weiteren Umgebung, sogar aus Hannover, waren anwesend.

Auch vereinsintern versteht man zu feiern. So wurde der Ausflug nach Wachenheim ins Gedächtnis zurückgerufen. Der Vortrag von Schatzmeister Michael Greul mit übersichtlicher Demonstration der Ein- und Ausgaben des Jahres 2008 zeigte, dass hier ein Banker am Werk war, der sein Fach versteht. Sein Fazit: Im Jahre 2008 wurde sehr viel mehr für Schulen und Kindergärten ausgegeben als in den Vorjahren. Trotzdem steht der Verein auf einem guten, soliden wirtschaftlichen Fundament.

Verhalten in Notfällen

Selbst für die erfahrenen Verkehrswachtmitglieder waren die Ausführungen des 2. Vorsitzenden Hermann Sahm mehr als eine Gedankenstütze. Er referierte über das Verhalten in Notfällen. Klar gegliedert in Pannenhilfe, Notfallhilfe und Verhalten am Unfallort zeigte der Referent, wie man sich bei den jeweiligen Situationen verhalten soll. Die Rettungkette mit Ersthelfer - Sofortmaßnahmen - Notruf - Erste Hilfe - Rettungskräfte - Krankenhaus wurde ebenso angesprochen wie das eigene Absichern sowie das Absichern der Unfallstelle. Auch das Abgeben eines Notrufs mit den 5 "Ws" (wo ist was passiert, wieviele Verletzte gibt es - wie sind die Verletzungen und warten bis die Daten festgestellt sind) wurden deutlich gemacht.

Wann ist es sinnvoll Feuerlöscher und vor allem welche mitzuführen, welche Ausrüstungen (Warnwesten, Verbandskasten und Warnlampen) sind Plicht und wo sollten sie mitgeführt werden, waren Diskussionspunkte. Für Unfallbeteiligte gab es den Rat von Rechtsanwalt Berger: Keine Schuldanerkenntnis an der Unfallstelle aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen. Die lebhafte Diskussion und vereinsinterne Mitteilungen beendeten einen interessanten Abend. (zi)

Originalbeitrag

Korrektur:
Der Vortrag zum Verhalten in Notfällen stammte nicht, wie abgedruckt, von Herrmann Sahm, sondern von Theo Ruder

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 07. Dezember 2009 um 09:31 Uhr