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Mit Rennfahrzeugen bestens vertraut PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   
Freitag, den 21. August 2009 um 08:09 Uhr

Verkehrswacht: Auto- und Technikmuseum Sinsheim als Ziel einer Fahrt für Mitglieder und Freunde / Wiedersehen mit alten Bekannten

Zu einem Nachmittag in und um das Auto- und Technikmuseum Sinsheim lud die Verkehrswacht Hockenheim Freunde und Mitglieder ein. Das Vorhaben, umweltfreundlich mit dem öffentlichen Nahverkehr zu fahren, scheiterte an Baustellen im Schienennetz, die zu umsteigen, ausweichen auf Schienenersatzverkehr und Ruftaxi-Nutzung gezwungen hätte. Mit Privatautos brauchte die Gruppe statt mindestens drei Stunden mit dem ÖPNV nur 40 Minuten.

Im Sinsheimer Museum wartete schon ein kenntnisreicher Führer auf die Gruppe. Im ersten Teil konnten Oldtimer und amerikanische "Straßenkreuzer" besichtigt werden, wobei der Führer manche Episode beisteuerte. Fast alle Oldtimer sind noch fahrbereit.

Es folgten Lkws, Jeeps und Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg, Flugzeuge aus dieser Zeit hingen unter der Decke. Uralte Traktoren und Erntemaschinen weckten bei manchem älteren Teilnehmer Erinnerungen. Alte Dampfeisenbahnen waren zum Teil noch in Bewegung zu sehen. Mächtige Kirmesorgeln aus vergangener Zeit konnten bestaunt und auch gehört werden.

Überwiegend Dauerleihgaben

Für alle Geräte und Fahrzeuge hatte der Führer eine Anekdote bereit, und die Hockenheimer erfuhren verwundert, dass ein großer Teil der Ausstellungsstücke Dauerleihgaben der jeweiligen Besitzer sind.

Nach einem kurzen Imbiss bot das 3-D-Kino ein besonderes Erlebnis. Das Imax-Kino vermittelt den Eindruck, als sitze der Zuschauer mitten im Geschehen. Die Besucher aus der Rennstadt verfolgten den Flug zum Mond mit besonderer Spannung. Danach ging es in die zweite Abteilung des Museums. Hier waren es besonders die beiden Überschall-Passagierflugzeuge, die Concorde und ihr russisches Pendant, die die Kinder begeisterten. Die Abfahrtsrutsche wurde fleißig benutzt.

Für die Hockenheimer nichts Neues waren die ausgestellten Rennfahrzeuge. Dafür entschädigten aber wundervolle alte Rennmaschinen und Rennwagen die Kenner. Jeder suchte sich unter den Ferraris, Maseratis, Maybachs, Opels und anderen Marken seinen Liebling aus. "Kennst du den noch?", war eine oft gehörte Frage im Angesichts von NSU-Prinz, BMW-"Knutschkugel" oder den Janus-Pkw. Das High-light in dieser Halle war allerdings eine Maybach-Sonderausstellung. Maybach-Studie als Highlight

Die Schau stahl allen anderen Edelkarossen die Maybach-Konzept-Studie eines Zukunftsautos, an dem nichts fehlte. Modernste Technik, edles Design, vor allen Dingen aber der Preis von sieben Millionen Euro erstaunten alle.

Nicht alles, aber vieles hatten die Besucher gesehen, als die Füße schwer wurden. In einer nahe gelegenen Brauereiwirtschaft wurde bei einem zünftigen Abendessen noch einmal individuelle Rückschau gehalten, bevor sich die Gruppe voller bleibender Eindrücke auf den Heimweg machte. (zi)

Schwetzinger Zeitung
21. August 2009