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Navigationsgeräte für Senioren PDF Drucken E-Mail

Senioren müssen nicht jeden „Schnick - Schnack“ mitmachen. Elektronische Neuheiten richten sich meist an eine junge Zielgruppe. Das zeigt sich oft daran, dass das Design wichtiger ist als eine einfache Bedienung. Bei älteren Menschen spielt die Lesbarkeit und eine schlichte Übersichtlichkeit der Funktionen dagegen eine entscheidende Rolle. Die Verkehrswacht weist darauf hin, dass dieser Grundsatz auch für die immer mehr gebräuchlichen „Navigationsgeräte“ gilt.

Der Leiter des Arbeitskreises Senioren, Klaus Zizmann, empfiehlt grundsätzlich auch älteren Kraftfahrern die Anschaffung eines Navigationsgeräts für den Verkehr: "Sie können für ältere Verkehrsteilnehmer sehr nützlich sein, um sich auch auf unbekanntem Gelände sicher zurechtzufinden.." Allerdings, so betont er: „Es muss möglichst einfach und intuitiv zu bedienen sein.“ Ein großes Display mit gutem Kontrast muss dafür sorgen , dass die Informationen leicht ablesbar sind. Eine gute Sprachausgabe ermöglicht es dem Fahrer, sich auf den Verkehr zu konzentrieren.“ Wichtig ist auf alle Fälle, dass der Fahrer mit der Bedienung des „Navi - Gerätes“ vertraut ist. Es ist daher sinnvoll, so Zizmann, vorher mit dem Gerät auf bekannten Strecken zu üben.

Bei der Wahl des richtigen Navigationsgerätes sollten sich Senioren nicht unbedingt am Preis orientieren. Wichtig ist, dass das Gerät zu seinem Benutzer passt. Schon beim Kauf sollte man erkennen und am besten gleich ausprobieren können, wie zum Beispiel die Zieladresse eingegeben wird.

Auf weiteren Zubehör wie MP3-Player, Foto- und Videofunktionen kann man in der Regel verzichten. Dafür sollte man auf gutes Kartenmaterial Wert legen. Ein gutes Navigationsgerät soll auch dabei helfen, Staus zu umgehen und damit Stress zu vermeiden. Sinnvoll sind daher Geräte mit den Standards TMC bzw. TMCpro. TMC bedeutet, dass das Gerät die aktuellen Verkehrsmeldungen des Radios empfängt und für die Navigation berücksichtigt. Diese sind möglicherweise nicht immer aktuell, weshalb zunehmend TMCpro in der Wahl bevorzugt wird. Es wertet zusätzlich Tausende Sensoren auf Autobahnen und anderen Straßen aus und berücksichtigt deren Informationen.

Die Anweisungen des Navigations-Gerätes sollten für ältere Fahrzeugbenutzer möglichst exakt und detailliert sein. Gerade ältere Fahrerinnen und Fahrer wissen gerne frühzeitig, welche Spur sie am besten nehmen sollen. Diese Informationen liefern „Navis“ mit Fahrspurassistenz. „Text to speech“ heißt eine Funktion, die sehr genaue Angaben liefert, z.B. nicht nur „in 200 m rechts abbiegen“ sondern „in 200 m rechts abbiegen in die Bahnhofstraße“. Bei einigen mobilen Navigationsgeräten stellen die Halterungen eine Schwachstelle dar. Saugfüße halten oft nicht, was sie versprechen. Und wenn sich während der Fahrt das Gerät lockert und in den Fußraum fällt, kann es sogar zur Unfallgefahr werden. Auch hier ist es empfehlenswert, sich vorher über Testergebnisse zu informieren.