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Jahreshauptversammlung 2008 PDF Drucken E-Mail

Die Verkehrswacht feierte im Hotel Motodrom ihr zwanzigjähriges Bestehen. Der erste Vorsitzende Rudolf Berger konnte zu diesem Anlass den Präsidenten des Landesverbandes der Verkehrswacht, Heinz Kälberer, die Oberbürgermeister - Stellvertreterin der Stadt Hockenheim, Gabi Horn, und die Ehrenmitglieder Ingo Schneider und Manfred Fangerau besonders begrüßen. In ihren Grußworten stellte Gabi Horn die Wichtigkeit und Bedeutung der Institution „Verkehrswacht“ für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere aber für Kinder und Jugendliche heraus. Sie erwähnte lobend den permanenten Einsatz der Verkehrswacht im vorschulischen und schulischen Bereich, wo es darum ginge, den Blick der Eltern für Risiken und Gefahren des Verkehrs zu schärfen. Viele gesellschaftlich notwendige Aufgaben könnten nicht oder nicht ausreichend von staatlicher Seite wahrgenommen werden, weshalb es so wichtig sei, dass sich ehrenamtlich aktive Gruppen wie die Verkehrswacht in diesen Bereichen engagierten.

Heinz Kälberer unterstrich in seinen Ausführungen, dass die Verkehrswacht als eine der ältesten Bürgerinitiativen Deutschlands kein politisches Ziel, sondern einzig die Motivation habe, das Miteinander im Straßenverkehr sicherer und konfliktfreier zu gestalten, die soziale Verantwortung zu stärken, eine Veränderung des Klimas auf unseren Straßen einzuleiten und Rücksicht wieder zum obersten Prinzip des Miteinanders im Straßenverkehr zu machen. Auch er wünschte der Hockenheimer Verkehrswacht für die Zukunft alles Gute.

In seinem Bericht hob Rudolf Berger besonders die vielen Einsätze und Aktionen im Rahmen der Zielgruppenprogramme wie „Kind und Verkehr“ und Seniorenprogramme, aber auch die seit Jahren angebotenen und laufend abgehaltenen Sicherheitstrainings hervor: „Auch die Verkehrswacht Hockenheim hat mit ihren Aktionen und Aktivitäten einen Beitrag dazu geleistet, dass die Straßen in Hockenheim und Umgebung in den letzten 20 Jahren ein Stück sicherer geworden sind“. Die vielen Aktionen und Presseveröffentlichungen im Bereich der Verkehrsaufklärung und Verkehrssicherheit hätten die Verkehrswacht zu einem wichtigen gesellschaftlichen Faktor in Kommune und Region gemacht. So falle es Eltern bisweilen sehr schwer, sich mit dem Gedanken zu befassen, ihre Kinder irgendwann in die „Unsicherheit des Straßenverkehrs“ entlassen zu müssen. In Kooperation mit Institutionen wie der Jugend- verkehrsschule der Polizei sei es aber gelungen, Ihnen Ängste und Befürchtungen weitgehend zu nehmen. Seit Einführung der Statistik im Jahre 1953 seien noch nie so wenige Verkehrstote auf deutschen Straßen gezählt worden wie im vergangenen Jahr, ein Umstand, der allerdings auch verbesserter Sicherheitstechnik zu verdanken sei. Denn trotz dieser erfreulichen Bilanz sehe sich der Gesetzgeber gezwungen, mit immer höheren Sanktionen gegen diejenigen vorzugehen, die sich und andere durch eine unverantwortliche Fahrweise in höchstem Maß gefährdeten. Ein Sorgenkind sei die Gruppe der 18-24 Jährigen. Jeder fünfte Verunglückte und Getötete (je 20%) gehörte dieser Altersgruppe an, ihr Bevölkerungsanteil läge dagegen nur bei 8,3%. Die weiteren Regularien waren schnell behandelt.

Der Schatzmeister Michael Greul legte dar, dass die Verkehrswacht auf finanziell gesunden Beinen stehe. Harald Roth bescheinigte im Namen der Kassenprüfer eine einwandfreie Buchführung, woraufhin der gesamte Vorstand entlastet wurde. Bei den anstehenden Wahlen wurde Rudolf Berger im Amt des ersten Vorsitzenden ebenso bestätigt wie Michael Greul als Schatzmeister, Jochen Bückendorf als Schriftführer sowie die zur Wahl anstehenden Beisitzer Erich Werner, Theo Ruder und Manfred Krampfert. Als weiterer Beisitzer wurde Werner Winkenbach in den Vorstand aufgenommen, während als Kassenprüfer künftig Harald Roth und Ingo Schneider fungieren.

Überreichung der Ehrenmitgliedschaftsurkunde an Herbert Frank

Ganz besondere Freude kam auf, als es zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Gerhard Frank kam. Er gehöre, so Rudolf Berger, als Gründungsmitglied mit zum „Urgestein“ des Vereins und ohne seine Mitarbeit im Bereich der Presse und Öffentlichkeitsarbeit wäre die Verkehrswacht mit ihrem jetzigen Bekanntheitsgrad nicht vorstellbar. Mit der Übergabe einer Ehrenurkunde wurde sein beispielhafter Einsatz für den Verein und seine Ziele gewürdigt. Eine Dia-Show zu Berichten, Veröffentlichungen und Aktivitäten der letzten zwanzig Jahre lieferte den Erschienenen dann abschließend noch viel Gesprächsstoff und Unterhaltung.