Start > Archiv > Presse 2007 > Jahreshauptversammlung der Verkehrswacht Hockenheim
Jahreshauptversammlung der Verkehrswacht Hockenheim PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   
Donnerstag, den 01. März 2007 um 09:00 Uhr

Zur Jahreshauptversammlung hatte die Verkehrswacht Hockenheim ihre Mitglieder ins „Rondeau“ eingeladen. Der 1.Vorsitzende Rudolf Berger fasste in seinem Bericht die wichtigsten Aktivitäten des Ortsverbandes zusammen. „Finger weg vom Steuer“ lautete zu Beginn des Geschäftsjahres auch diesmal der Appell an diejenigen, die meinten, sich ihre Stimmung an Fasnacht mit ein paar Gläsern aufheitern zu müssen. “In Anbetracht von jetzt in Erscheinung tretenden jugendlichen Komasäufern“ so das Resümee des Vorsitzenden, werde das Problem „Alkohol“ nicht nur der Verkehrswacht, sondern der gesamten Gesellschaft weiterhin große Sorgen bereiten. Passend zum Thema Alkohol wies der 1.Vorsitzende darauf hin, dass mit Hilfe von im Lauf des Jahres angeschafften „Rauschbrillen“ gerade jüngeren Verkehrsteilnehmern auf sehr anschauliche Weise vermittelt werden könne, in welch drastischem Umfang der Alkohol auf die Wahrnehmungsfunktion Einwirkung nimmt. Der „verkehrsberuhigte Bereich“ im Neubaugebiet Neugärten/Biblis, der sich wegen dauernder Geschwindigkeitsverstöße nach Ansicht besorgter Anwohner überhaupt nicht so darstellt, war Gegenstand einer Vorortbegehung und eines ausführlichen Presseartikels, gefolgt von Messungen durch das ebenfalls eingeschaltete Ordnungsamt. Leider, so die Klagen von Anwohnern im Spätjahr, blieben Hinweise und Appelle ungehört, so dass zunehmend wieder die Forderung nach baulichen Maßnahmen zur Einhaltung der „Schrittgeschwindigkeit“ laut wird. Rüpelhafte Radfahrer und insbesondere Verkehrsrowdys, für die sich ab Mai die Bußgelder spürbar erhöht hatten, waren die Zielscheibe weiterer Presseaktionen im Frühjahr.

Mit dem Aufruf „Helmi braucht die Hilfe der Kinder“ widmete man sich dem sehr strittigen Thema des Fahrradhelms. Kinder waren in den Sommerferien aufgerufen worden, eine Geschichte zur Wichtigkeit des Fahrradhelms zu schreiben. Mit dem 1.Preis in Höhe von 150 € wurde die Erzählung einer Hockenheimer Schülerin belohnt, die in ihren Ausführungen

Auf die Schwierigkeit bei der Akzeptanz des Helmtragens einging. Leider, so wurde auch vom anwesenden Revierleiter Manfred Krampfert bestätigt, werden gerade ältere Radfahrer bei einem Unfall Opfer schwerer Kopfverletzungen, deren Folgen durch Tragen eines Helms möglicherweise hätten verhindert werden können. Die Sicherheit der Kinder war Thema der Kooperation mit der Jugendverkehrsschule der Polizei. Spenden und insbesondere Mittel der Förderer, die man im Lauf des Jahres gewonnen hatte, ermöglichten es, für die auszubildenden Kinder reflektierende Sicherheitsdreiecke in Form von Warnwesten anzuschaffen. In einem speziell für Angehörige der Justiz ausgerichteten kombinierten Sicherheits –und Ökotraining auf dem Sicherheitszentrum erfuhren die Teilnehmer, wie man kritische Situationen bewältigt und durch gezielte Fahrweise bis zu 25 Prozent Sprit sparen kann. Worauf müssen insbesondere ältere Verkehrsteilnehmer achten? Klaus Zizmann gab in einer sehr informativen Seniorenveranstaltung im Lutherhaus Antworten darauf. Die Hinweise auf die zahlreich erschienenen Presseartikel zur richtigen Verhaltensweise auf langen Urlaubsreisen, zum Schulbeginn und zum technischen Zustand des Autos rundeten die Aufklärungsarbeit im Geschäftsjahr ab.

Der Kassierer Michael Greul legte eine einwandfreie und übersichtliche Bilanz mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor, wies jedoch darauf hin, dass die Zuweisungen der Justiz-behörden aufgrund veränderter Rahmenbedingungen zurückgingen und der Öffentlichkeits-arbeit mit dem Ziel, weitere Förderer und Sponsoren hinzu zu gewinnen, künftig noch höhere Bedeutung zukäme. Sein besonderer Dank galt deshalb denjenigen, die sich bereit erklärt haben, die Arbeit der Verkehrswacht regelmäßig und dauerhaft in der Form zu unterstützen, dass sie sich als Förderer auf der Internetseite der Verkehrswacht nennen lassen.

Die Rechnungsprüfer Harald Roth und Werner Winkenbach bescheinigten dem Kassierer eine vorbildliche und einwandfreie Buchführung und führten die Entlastung des gesamten Vorstandes durch. Eine in der Tagesordnung angekündigte Satzungsergänzung hinsichtlich der Struktur der gebildeten Arbeitskreise wurde mehrheitlich beschlossen. Mit der Ausschau auf die Aktionen des laufenden Jahres 2007 wurde die Versammlung beendet. Bereits jetzt ist ein fester Programmpunkt im Ferienprogramm der Stadt verankert. Mit Tommy, einem Verkehrszauberer, wird den Kindern auf unterhaltsame Weise vermittelt werden, wie man sich Verkehr richtig verhalten soll. Der Jahresausflug wurde auf den 30.6.07 festgelegt. Die Mitglieder werden hierüber noch gesondert informiert Mit einem besonderen Dank an die Presse, ohne welche die Aufklärungsarbeit der Verkehrswacht in dieser Form nicht möglich wäre, schloss der 1.Vorsitzende die Versammlung.