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Dränglern gehts an Geldbeutel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   

Rasende Kleintransporter und ungezügelte Drängler mit und ohne Lichthupe: Worüber sich viele Verkehrsteilnehmer immer wieder aufregen und was sogar schon zu spektakulären Unfällen geführt hat, wird künftig härter bestraft werden. Im Jahre 2005 stehen zahlreiche Änderungen in der Straßenverkehrsordnung und auch im Bußgeldkatalog an, auf welche die Verkehrswacht Hockenheim hinweist.

„Drängler beispielsweise werden nicht nur empfindlicher zur Kasse gebeten, sondern sind darüber hinaus ihren Führerschein bis zu drei Monaten los", erläutert der erste Vorsitzende Rudolf Berger eine wichtige Neuerung für diejenigen, die es immer eilig haben. Dem Bundesverkehrsministerium geht es bei der Einführung auch weiterer zahlreicher Neuerungen um die Verbesserung der Verkehrssicherheit vor allem auch für Radfahrer und Inlineskater sowie die Bekämpfung des Unfallrisikos von Kleintransportern. Die Neuerungen werden im Lauf des Jahres in Kraft treten.

Hier ist eine Übersicht, auf welche Änderungen sich die Verkehrsteilnehmer einstellen müssen: Für Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung über 3,5 Tonnen Gewicht, so genannte Kleintransporter, gilt künftig maximal Tempo 80. Auf schneebedeckter Straße darf nur noch mit geeigneter Ausrüstung (Winter oder Ganzjahresreifen) gefahren werden. Wer hier mit Sommerreifen erwischt wird, muss das Auto stehen lassen und zahlen. Verstöße werden mit 20 Euro bei Behinderung mit 40 Euro geahndet.

Wichtig ist eine Neuerung für Freizeitsportler: Inlineskater gelten jetzt rechtlich als Fußgänger mit besonderen Fortbewegungsmitteln. Gerade auf dem Gehweg heißt es aber: Vorsicht! Bei Rücksichtslosigkeit oder Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer werden 10 bis 20 Euro Bußgeld fällig. Ein neues Zusatzschild „lnlineskater frei" kann das Rollern auf Radwegen oder Straße erlauben.

Auf den Schutzstreifen für Radfahrer dürfen künftig keine Autos abgestellt werden. Auch für Wiederholungstäter brechen härtere Zeiten an. Auf Einträgen in Flensburg bleibt man nämlich ab 1. März erst einmal länger sitzen. Kommt es danach während der Tilgungsfrist zu einem neuen Verstoß, verhindert das in der Regel die Löschung von Punkten. „Künftig", so der 1. Vorsitzende „ist der Tattag` der neuen Sünde entscheidend." Bisher galt die Rechtskraft des Bußgeldbescheides.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. Februar 2009 um 01:42 Uhr