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Mehr Sicherheit durch kleine Umwege PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   
Sonntag, den 17. März 2013 um 23:52 Uhr

REILINGER HAUSFRAUEN: Verkehrswacht Hockenheim gibt Tipps für den Alltag

REILINGEN. Einige bekannte, aber auch neue Verkehrsvorschriften hat Seniorenberater Klaus Zizmann von der Verkehrswacht Hockenheim den Reilinger Hausfrauen bei einem Vortrag im Franz-Riegler-Haus erläutert. Unterstützt wurde er vom neuen Mitglied der Verkehrswacht, Peter Herchenhan, der in Zukunft auch die Reilinger Interessen in der Organisation vertreten wird und seine Orts- und Sachkenntnis einbringen konnte.

Allgemeine Verhaltensregeln für Fußgänger und Radfahrer, zugeschnitten auf ältere Verkehrsteilnehmer standen zunächst im Vordergrund. Großen Wert legte der Referent auf die Erkennbarkeit der Fußgänger und Radfahrer und wies auf helle Kleidung und Reflektoren an Kleidung und Gerät hin. Das Verhalten an Fußgängerüberwegen, Fußgängerampeln und Bushaltestellen nahm einigen Raum ein. Zizmann wies darauf hin, dass Verkehrsteilnehmer nicht vor einem haltenden Bus einen Zebrastreifen einen überqueren sollte, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, von einem vorbeifahrenden Fahrzeug erfasst zu werden, obwohl diese bei Haltestellen nur im Schritttempo vorbeifahren dürften. Überhaupt rief er in diesem Zusammenhang zu mehr Gelassenheit auf: "Kleinere Umwege und Wartezeiten summieren sich oft zu einem Mehr an Verkehrssicherheit."

Tipps für Pedelecfahrer

Diskussionen ergaben sich auch bei seinen Ausführungen zum Fahrradverkehr. Jeder konnte aus eigener Erfahrung das Bild von der älteren Fahrradfahrerin nachvollziehen, die ihr Fahrrad mit einem Schirm in der Hand und zwei Einkaufstaschen am Lenker durch den regnerischen Fahrzeugverkehr bewegt. Nachdenklich stimmten auch die Ausführungen über den toten Winkel neben Lkw oder der zu haltende Seitenabstand zu parkenden Autos. Auch über Pedelecs und Elektrofahrräder wurde informiert und manche nützliche Tipps für diese neuen Fahrzeuge und ihre Akkus abgegeben.

Der Seniorenberater wies auch auf neue Vorschriften der Straßenverkehrsordnung ab April 2013 hin: "Es wird auf unseren ohnehin nicht ganz so idealen Fahrradwegen noch enger und gefährlicher, wenn sich auf diesen neben den normalen Fahrrädern noch die Pedelecs mit höheren Geschwindigkeiten bewegen. Außerdem dürfen oder müssen teilweise noch die Inlineskater oder Segway-Fahrer sich dort tummeln."

Nützliche Tipps für die Anschaffung und Benutzung von Rollatoren im Straßenverkehr und in öffentlichen Verkehrsmitteln gab es zum Schluss. zg

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 15.03.2013
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. Juni 2013 um 21:55 Uhr