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Echten Formel-1-Renner gebannt verfolgt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   
Sonntag, den 03. September 2017 um 21:17 Uhr

Kurz zuvor waren noch Dragster-Boliden mit bis zu 25 000 PS über die Quartermile gedonnert, deutlich ruhiger war es im Motodrom, als der Organisator des Kinderferienprogramms der Verkehrswacht Hockenheim, Manfred Krampfert, mit seinen Vorstandskollegen Rainer Klausch, Klaus Transier, Werner Winkenbach und André Donner 20 Kinder vorm Motorsportmuseum begrüßte.

Der Bereichsleiter Strecke/Technik/Betrieb, des Hockenheimrings, Jochen Nerpel, weckte sofort lebhaftes Interesse bei der jugendlichen Zuhörerschar für die knapp dreistündige Führung. Er hatte mit Manfred Krampfert ein Fragequiz zusammengestellt, dessen Antworten die Kinder aus den Informationen während der Entdeckungstour durchs Motodrom heraushören mussten.

Auf der Südtribüne ging es für die wissensdurstige Truppe mit dem Fahrstuhl zum 39 Meter hohen VIP-Bereich, von dem aus die Kinder nicht nur einen herrlichen Ausblick auf die Rennstrecke, sondern bis zum Heidelberger Königsstuhl und zu den Pfälzer Bergen hatten.

Staunen über Bremskräfte

Einem echten Formel-I-Rennwagen beim Training zusehen konnten die Kinder dank Lance Stroll, 18-jähriger Formel-1-Rookie und aktuell neben Felipe Massa Fahrer Nummer zwei im Team Williams. Stroll absolvierte in seinem weißen FW 40 gerade seine Runden im Motodrom.

Jochen Nerpel erklärte mit profunder Kenntnis und spannend für die staunenden Kinder, welche Beschleunigungs- und Bremskräfte insbesondere auf den Kopf, aber auch den ganzen Körper eines Rennfahrers wirken. Der von der Verkehrswacht organisierte Bus brachte die jungen Besucher in den Infield-Bereich, wo nach der Besichtigung und Erläuterung der Videotechnik in der Race-Control auch das Siegerpodest bestiegen werden durfte. Auf der Mercedes-Tribüne waren die Kinder noch näher dran an der Rennstrecke, und Lance Stroll war zum Greifen nah.

Mit Blick auf die Parabolika und die Spitzkehre erklärte Nerpel, mit welchen Geschwindigkeiten der Bolide auf welchem Streckenabschnitt fahren kann, aber auch mit welcher unvorstellbaren Kraft das Fahrzeug in kürzester Zeit von über 300 auf 50 km/h heruntergebremst und dann wieder beschleunigt werden kann.

Als das Williams-Team sein Training für die Mittagszeit unterbrach, kam die große Stunde für die Kinder und den Busfahrer. Zwei komplette Rennrunden absolvierten sie - allerdings ganz im Sinne der Verkehrssicherheit bedeutend langsamer und reifenschonender als Stroll. Den Abschluss bildete nach einer nochmaligen Stärkung mit Apfelschorle und Brezeln der Besuch des Motorsportmuseums. Ausklang im Schwimmbad

Nach Auswertung des Quiz, bei dem es nur Gewinner gab, überreichte Jochen Nerpel allen Kindern ein Geschenk der Hockenheim-Ring GmbH. Nach dem Ausklang beim Rundgang im Motorsportmuseum verabschiedeten sich die Kinder überwiegend ins Schwimmbad. mk

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 31.08.2017

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 03. September 2017 um 21:32 Uhr