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Richtiges Verhalten auf dem Weg zur Schule geübt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: HTZ   
Samstag, den 12. August 2017 um 13:56 Uhr

Hockenheim. Eine starke Gruppe von etwa 40 künftigen Schulanfängern und ihren Eltern hatte sich im Hof der Pestalozzischule eingefunden, um zu erfahren und auch selbst auszuprobieren, wie der Schulweg für die Kinder möglichst sicher gestaltet werden kann.

Polizisten, Lehrerinnen sowie Mitglieder der Verkehrswacht hatten es übernommen, die Eltern möglichst umfassend zu informieren und mit den Kindern verschiedene Möglichkeiten, heil über die Straße zu kommen auszuprobieren.

Farben auf Ampel gezaubert

Rektor Erich Werner begrüßte alle Teilnehmenden mit einer kleinen Zaubereinlage. Wie von Zauberhand ließ er in seinem Ampelbuch die Ampel erst farblos und dann mit den richtigen Farben eingefärbt erscheinen. Beeindruckt warteten die Kinder nach Angaben der Schule, was nun weiter geschehen würde.

Mit Verkehrszeichenkärtchen wurden die Mädchen und Jungen den vier Lehrerinnen Andrea Bley, Cornelia Koch, Inge Schlatter und Vera Mercan zugeteilt, die sie mit einem entsprechenden Schild in der Hand schon zum Rundgang um die Schule erwarteten.

An vier verkehrsrelevanten Lernstationen wurden die Schulanfänger von den Polizeikommissaren Hans-Peter Kövilein und Bruno Bopp von der Jugendverkehrsschule sowie Yvonne Dengler und Jürgen Völker vom Polizeirevier Hockenheim in Empfang genommen und mit der jeweiligen Gefahrensituation auf dem Schulweg vertraut gemacht.

Die Kinder übten, wie sie am Zebrastreifen zuerst das Verkehrsgeschehen links-rechts-links beobachten, die Hand hochhalten, um sich "sichtbarer" zu machen, und erst hinüberzugehen, wenn der Verkehr steht. An der Fußgängerampel lernten sie, trotz der grünen Ampel immer noch zusätzlich den Verkehr zu beobachten. Eine abknickende Straße bietet natürlich viele Möglichkeiten, wo andere Verkehrsteilnehmer den Weg der künftigen Erstklässler kreuzen können und so sind alle Sinne gefragt, um sicher zu sein, dass die Straße frei ist.

Besonders gefährlich ist es für die Kinder, wenn sie zwischen parkenden Autos die Fahrbahn betreten müssen. Hier hilft zunächst der Kontrollblick ins Auto. Sitzt da jemand drin? Könnte es gleich losfahren? Und dann sollten die Kinder einen langen "Schildkrötenhals" machen.

Die Eltern wurden in der Aula der Pestalozzischule von Kindergarten-Kooperationslehrerin Yvonne Kreis und den Mitarbeitern der Verkehrswacht Klaus Transier und Ralf Lukas darüber informiert, wie unterschiedlich Erwachsene und Kinder das Verkehrsgeschehen erleben.

Für die Kinder ist die Straße immer auch eine ganz eigene Erfahrungs- und Abenteuerwelt - nicht nur der funktionale Verkehrsweg - und hält viele Ablenkungen bereit.

Erwachsene am Bremssimulator

Während die künftigen Abc-Schützen das Verhalten im Straßenverkehr übten, konnten die Eltern an den Stationen ausprobieren, wie eingeschränkt der Blickwinkel eines Kindes ist und wie schwierig es sein kann, Geräuschen eine Richtung zuzuordnen. Am Bremssimulator der Verkehrswacht Hockenheim konnte man erleben, wie sich Reaktionszeit und verschiedene Straßenbeläge auf den Bremsweg auswirken. Auch mit den Promillebrillen wurde die motorische Unsicherheit verdeutlicht, die bei Alkohol- oder Drogenkonsum auftritt.

Zum Abschluss der Aktion "Sicherer Schulweg" erhielten die Kinder noch ein Faltheftchen mit den geübten Stationen, das sie zu Hause ausmalen durften und das sie stolz ihren Eltern zeigten.

Für den Schulstart im September sollten Eltern und Kinder in Sachen Verkehrssicherheit somit gut vorbereitet sein. vm

Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 21.07.2017

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. August 2017 um 15:38 Uhr