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Geschrieben von: HTZ   
Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 22:27 Uhr

Seniorenwerk Verkehrswacht hilft bei der Nutzung von Rollatoren

KETSCH.Der Altennachmittag im katholischen Pfarrheim bot diesmal neben Gottesdienst und gemütlichem Beisammensein viele nützlichen Informationen zum Thema Rollatoren. Nach der Kaffeetafel im großen Saal hieß Barbara Kreichgauer mit Klaus Zizmann und Peter Herchenhan zwei Seniorenberater vom Ortsverein Hockenheim der Deutschen Verkehrswacht willkommen. Unterstützt wurden die Referenten von Karl-Heinz Bitz vom Pflegestützpunkt Baden-Württemberg im Rhein-Neckar-Kreis sowie vom Orthopädiemechaniker Thomas Kentner von der Firma Ramer in Brühl. Die hohe Anzahl der Besucher mit und ohne Rollator bewies das starke Interesse, bis ins hohe Alter mobil mit Sicherheit zu bleiben. "Denn hier verhält es sich wie im Sport oder im Beruf", erklärten die Experten. "Die Selbstsicherheit steigert sich mit dem Training und der täglichen Fortbewegung."

Ausgiebig testen konnten die Teilnehmer ihre Gehhilfen im Pfarrheim.Photo: Lenhardt

Aber nicht nur alte und gebrechliche Menschen nutzen den Rollator, wenn das Gehen ohne Hilfe schwerfällt, gab Klaus Zizmann zu bedenken. Die Aussage "so alt bin ich noch nicht" sei falscher Stolz. Schließlich helfe die schwedische Erfindung in Deutschland inzwischen rund drei Millionen Menschen, beweglich zu bleiben, beispielsweise bei Gleichgewichtsproblemen, und helfe Stürze zu vermeiden.

Peter Herchenhan erinnerte Rollator-Nutzer an häufige Schwierigkeiten im Straßenverkehr. Dort müsse ein hoher Bordstein ebenso gemeistert werden wie der Einstieg in einen Bus oder das richtige Manövrieren durch parkende Autos hindurch.

"Es stellt sich aber die Frage, welches Modell beim täglichen Gebrauch geeignet ist", so Herchenhan. Stabilität, Gewicht, richtige Bereifung, einfache Handhabung beim Verstauen, aber auch sinnvolles Zubehör gehören ihm zufolge zu den Aspekten bei der Auswahl eines Rollators. Der Fachhandel biete kompetente Beratung.

Die Referenten empfahlen außerdem einmal pro Jahr einen Sicherheitscheck beim Fachhandel. Die Senioren konnten anschließend unter fachlicher Beratung verschiedene Modelle ausgiebig testen. gp

TIPPS ZUM UMGANG MIT DEM ROLLATOR

  • Wichtig ist die korrekte Einstellung: Dazu stellt man sich aufrecht und mit locker hängenden Armen zwischen die hinteren Räder.
  • Dabei sollen sich die Handgelenke auf gleicher Höhe mit den Handgriffen befinden und diese mit leicht gebeugten Armen umfasst werden können.
  • Bei Busfahrten sind Rollatoren keine sicheren Sitzmöglichkeiten.
  • Reflektoren an Kleidung und Gefährt erhöhen die Sicherheit.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. Mai 2017 um 21:57 Uhr