Der Randstein ist ein Haltestein Drucken
Geschrieben von: HTZ   
Dienstag, den 12. Juli 2016 um 00:00 Uhr

Aktionstag "Sicherer Schulweg" macht angehende Erstklässler für Gefahren sensibel

Hockenheimer Tageszeitung 2016-07-12

Etwa 30 zukünftige Erstklässler, ihre Eltern, Polizisten, Lehrerinnen und Mitglieder der Verkehrswacht sind am Samstagmorgen im Schulhof der Pestalozzischule zusammengekommen, um zu erfahren, wie der Schulweg für die Kinder möglichst sicher gestaltet werden kann. Rektor Erich Werner begrüßte sie mit einer kleinen Zaubereinlage.

Rund um die Pestalozzischule hatten sich an verkehrstechnisch relevanten Punkten die Polizeikommissare Hans-Peter Kövilein und Bruno Bopp von der Jugendverkehrsschule sowie ihre Kolleginnen Yvonne Dengler und Nadine Kling vom Polizeirevier Hockenheim postiert und warteten auf die gespannten angehenden Abc-Schützen.

Ganz praktisch konnten die Kinder bei jedem Polizisten eine andere Schulwegsituation einüben: das Überschreiten der Straße am Zebrastreifen, die Handhabung der Fußgängerampel, das Überqueren der Straße zwischen parkenden Autos ("Schwanenhals" machen) und das Beobachten des Straßenverlaufs bei einer abknickenden Straße. An jeder Station übten die Kinder den kontrollierenden Blick nach links-rechts-links ein und lernten so, sich auf ihre eigene Wahrnehmung zu verlassen. "Der Randstein ist ein Haltstein!", prägten sie sich ein, und orientierten sich dort erst einmal über das Verkehrsgeschehen.

Kinder erleben die Straße anders

Währenddessen machten in der Aula der Schule die Kindergarten-Kooperationslehrerin Yvonne Kreis und die Mitarbeiter der Verkehrswacht Hockenheim, Klaus und Marcel Transier sowie Peter Herchenhan, den Eltern deutlich, wie unterschiedlich Kinder und Erwachsene das Verkehrsgeschehen erleben. Für Kinder sei die Straße auch eine ganz eigene Erfahrungs- und Abenteuerwelt, die für sie viele spannende Dinge und Ablenkungen bereithält.

An aufgebauten Stationen konnten die Eltern ganz praktisch erleben, wie eingeschränkt der Blickwinkel eines Kindes ist, wie schwierig es sein kann, einem Geräusch die Richtung zuzuordnen, aus der es kommt, und wie langsam wir oft reagieren und dadurch Gefahrensituationen heraufbeschwören.

Wetterbedingt mussten die vier Gruppen mit ihren Lehrerinnen Andrea Bley, Stephanie Schneider, Sandra Richter und Vera Mercan in die Räume der Kernzeitbetreuung statt in den Schulhof gehen, um ihre Beweglichkeit beim Balancieren und Geschicklichkeitsspielen auszuprobieren. Dort erhielten die Kinder für ihre erfolgreiche Teilnahme ein Faltheftchen zum Ausmalen, das die geübten Schulwegsituationen noch einmal in Erinnerung brachte. zg

© Hockenheimer Tageszeitung, Dienstag, 12.07.2016


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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 16. Juli 2016 um 15:22 Uhr